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Sozial-und umweltverträglicher Tourismus

Camps Bay, Südafrika

Mit der Unterschrift der Charta für „Responsible Tourism“ haben wir uns als Gästehaus verpflichtet, das harmonische Zusammenspiel von Mensch und Natur zu fördern. Dies kann nur durch gegenseitigen Respekt, ein geschärftes Bewusstsein für die Bedürfnisse aller Beteiligten und für das empfindliche Gleichgewicht der Natur gelingen.

Soziale Auswirkungen
Verantwortungsvoller Tourismus arbeitet mit den Menschen aus benachteiligten Gemeinden und Regionen zusammen, um deren Bewusstsein für ihre Rolle als Beschützer der eigenen Kulturpraktiken und Herkunft zu schärfen. Touristen werden ermutigt, die lokale Kultur sowie soziale und religiöse Praktiken zu akzeptieren, die Würde und Privatsphäre der lokalen Bevölkerung zu respektieren und verantwortungsvoll zu handeln und zu spenden.
Die Karte für Besucher des Tourismus-Informationszentrums am Look-Out Hill in Khayelitsha ist ein Beispiel für ein Sozialverträglichkeit förderndes Projekt. Auf der Karte sind traditionelle Heiler, Shebeens, Speiselokale, Handwerker, Musiker, Parkanlagen und historische Stätten eingetragen. So werden Touristen zeitgenössische wie traditionelle Kulturerfahrungen in einem der größten und zugleich ärmsten Township Südafrikas ermöglicht.

Naturschutz
Die Region Cape Floral ist UNESCO-Weltnaturerbe und gilt als Region mit der vielfältigsten Flora der Welt. Auf nur 0,5% der Gesamtfläche Afrikas, sind fast 20% der afrikanischen Pflanzenarten zu Hause. Allein der Tafelberg-National-Park mit einer Größe von 22.000 Hektar besitzt mehr Pflanzenarten als Großbritannien oder Neuseeland. Auch die Fauna ist beeindruckend. 11.000 Meerestiere und 560 Wirbeltieren (inkl. 142 Reptilien). Darunter befinden sich viele endemische Arten, die weltweit nur in einem kleinen Verbreitungsgebiet vorkommen.
Die Stadt Kapstadt trägt die Verantwortung für den Erhalt der Vielfalt dieser Region. Eine dringliche und wichtige Aufgabe, denn derzeit gelten zwei Drittel der natürlichen Vegetation Kapstadts als gefährdet bzw. vom Aussterben bedroht.
Bereits mehr als 43.980 Hektar der Region wurden offiziell unter Naturschutz gestellt, darunter u. a. der Tafelberg-National-Park. Viele dieser Naturschutzgebiete sind weltweit als beliebte Tourismusziele bekannt, für die Bevölkerung aus den ärmeren Regionen des Landes jedoch leider oft unerreichbar. Es ist daher erklärtes Ziel, bei der weiteren Stadtplanung die Erreichbarkeit von Naturreservaten und natürlichen Grünflächen verstärkt allen Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.

 
Verringerung des CO2-Fußabdrucks
Die Stadt Kapstadt hat eine Vielzahl von Programmen ins Leben gerufen, mit dem Ziel, den Stromverbrauch um 10% zu senken. Hierzu gehören beispielsweise der Ausbau von Radwegen, das Bewerben von erneuerbaren Energien sowie die gezielte Information privater Haushalte sowie Unternehmen über Energieeinsparungspotenzialen.

 
Tourismusindustrie
Auch hier hat die Stadt bereits diverse Programme ins Leben gerufen, wie z.B. Infrastrukturprogramme in benachteiligten Regionen sowie eine Aufklärungskampagne, die sich an kleine und mittlere Unternehmen der Tourismusbrachen und touristischer Vereinigungen richtet. Ergänzt werden diese Bemühungen durch touristische Marketinginitiativen, wie beispielsweise die Aufnahme der „Cape Car“-Route in den offiziellen Stadtführer sowie gesponserte Veranstaltungen, z.B. der „Minstrel Carnival“, oder die „Concert in the Park“-Veranstaltungsreihe in Kirstenbosch. Durch die Gründung der Initiative “Cape Craft and Design” (CCDI), werden lokale Handwerker und Designer unterstützt. Eine weitere Initiative verfolgt das Ziel, touristische Betriebe zu ermutigen, vorwiegend südafrikanische Produkte und Dienstleistungen einzukaufen.